Anatomie


Inhaltsverzeichnis:

Hormone im

Gehirn
Schilddrüse
Niere/Nebenniere
Pankreas
Ovar/Hoden


Anatomie von

Herz
Lunge
Blut
Lymphe
Verdauung
Genitalsystem


Das Gehirn

a) Endhirn
b) Zwischenhirn
c) Balken
d) Thalamus, Hypothalamus (Hormone)
e) Mittelhirn
f) Hypophyse (Hormone)
g) Kleinhirn
h) Brücke (Pons)
i) Verlängertes Mark (Medulla oblongata)
J) 4. Ventrikel
k) 3. Ventrikel
l) Aquädukt



Das Endhirn:

Zentrum aller geistigen Tätigkeiten, Bewußtsein, Verstand und seelische Vorgänge.

Stellt den größten Abschnitt des menschlichen Gehirns dar. Es besteht aus der rechten und linken Hemisphäre (Gehirnhälfte), welche durch die (Fissura longitudinalis) Längsfurche getrennt sind. Durch zahlreiche Windungen (Gyri) und Furchen (Sulci) erhält das Gehirn eine vergrößerte Oberfläche. Jede Hemisphäre teilt sich anatomisch in 4 weiter Lappen auf.

Stirnlappen = zuständig für Emotionen, Handlung und Antrieb
Schläfenlappen = Hör-, und Sprachzentrum
Scheitellappen = somatomotorisch / sensibel
Hinterhauptlappen = Sehzentrum
Wichtig:
Die graue Substanz (Zellkörper) befindet sich in der Großhirnrinde
(Cortex
cerebri), also außen. Die weiße Substanz (markhaltige Axone) unterhalb der Rinde, also innen.
Allgemeines:
Die Gefäßversorgung des Gehirns erfolgt über die A. carotis interna (vordere und
mittlere Hirnarterie) und A. vertebralis (hintere Hirnarterie), beide stehen in
Verbindung miteinander. Die Venen verlaufen von den Arterien getrennt.
Hirnblutleiter (Sinus) V. jugolaris.
Das Gehirn wiegt ca. 1,3-1,5 kg, durch den Liquorauftrieb jedoch nur 50g spürbar.
Die Hüllen des Gehirns bilden von außen nach innen:
Schädel <Epiduralraum> Dura mater (harte Hirnhaut) <Subduralraum>
Arachnoidea (Spinnengewebshaut) <Subarachnoidalraum> (enthält Liquor)
Pia Mater (weiche Hirnhaut) Gehirn.


Das Zwischenhirn, zuständig für vegetatives NS und Hormonsystem.

Liegt zwischen Endhirn und Mittelhirn. Die wichtigsten Strukturen sind Thalmus und Hypothalamus mit Hypophyse.
Thalamus, Umschaltung von Sinnesbahnen, unbewußt arbeitendes Integrationszentrum der allgemeinen Sensibilität. Alle sensorischen Informationen aus der Umwelt müssen denThalamus passieren, bevor sie die Großhirnrinde erreichen. Wirkt als Filter um die Großhirnrinde nicht mit Informationen zu überfluten.
Hypothalamus:
Liegt an der Basis des Zwischenhirns und ist ein übergeordnetes Regulations
zentrum, das Einfluß nimmt auf: Hormonhaushalt, Wasserhaushalt, Kreislauffunktion, Körpertemperatur.
Hypothalamus sendet je nach Bedarf fördernde
Releasing Hormone (RH) z.B. TRH, CRH oder hemmende Inhibiting Hormon (IH) aus. Diese wirken auf den Vorderlappen der Hypophyse, wo die entsprechenden Glandotropen Hormone (diese wirken auf andere hormonprod. Drüsen) ausgeschüttet werden. Außer den RH und IH Hormonen werden die beiden Hormone Adiuretin und Oxytocin im Hypothalamus gebildet und über spezielle Nervenfasern des Hypophysenstiels zum Hypophysenhinterlappen geleitet, gespeichert und nach Bedarf ausgeschüttet.
Wichtig:
Der Hypothalamus beeinflußt über Steuerhormone die Nebenniere, das Ovar,
den Hoden, die Brustdrüse, die Schildrüse, die Haut, sowie allg. Körperwachstum


Hypophyse:

Haselnußgroßes Organ, wiegt ca. 0,4-1g, hängt vorn unterhalb des Hypothalamus
am Hypophysenstiel. Teilt sich auf in 2/3 Hypopyhsenvorderlappen (HVL) und den
kleineren Hypophysenhinterlappen(HHL).
Wichtig:
Der HVL ist eine echte Hormondrüse, welche selbst produziert.
Der HHL besteht nur aus Axonen von hormonprod. Nervenzellen im Hypothalamus.
Hormone des Hypophysenvorderlappens:
Es gibt
3 effektorische Hormone des HVL welche direkt und ohne Umweg auf ihre Zielzelle wirken.
Prolactin: Wichtig für Milchproduktion während der Schwangerschaft.
Verhindert während der Stillzeit einen normalen Menstruationszyklus ( Methode
der Empfängnisverhütung in einigen Kulturen Südamerikas u. Afrikas)
Wachstumshormon: Beschleunigt Zellzyklus u. Umsatz v. Eiweiß und Kohlehydraten
Synthese von sog. Somatomedinen in der Leber = Wachstumsfaktoren
MSH: Fördert die Pigmentierung der Haut.

Die Glandotropen Hormone des HVL:
Wirken auf andere hormonproduzierente Drüsen ein (Wirkung nicht direkt auf Zielzelle, wie bei effektorischen Hormone).
ACTH: Steigert Produktion u. Freisetzung von Cortison in der Nebennierenrinde.
FSH: Fördert die Reifung der Keimzellen in Eierstock u. Hoden.
LH: Zuständig für Eisprung und Bildung des Gelbkörpers im Ovar, erhöht Testosteronabgabe des Hodens.
TSH: Steigert Freisetzung der Schildrüsenhormone T3 und T4.

Hypophysenhinderlappen:
Produziert selbst keine Hormone, sondern speichert die Hormone, welche über Nervenfasern vom Hypothalamus zu im gelangen und leitet diese nach Bedarf weiter.
Oxytocin: Bewirkt während der Geburt die Wehen und in der Stillzeit die Kontraktion der Muskulatur der Milchgänge.
Adiuretin (ADH oder Vasopressin) reguliert die Wasserausscheidung und dadurch das
Flüssigkeitsvolumen des Körpers.


Das Kleinhirn:

Koordiniert Bewegungsabläufe und ist zuständig für Feinmotorik und Körpergleichgewicht.


Das Mittelhirn:

Wichtige Schaltstelle des optischen und akustischen Systems. Beinhaltet auch die Substantia nigra welche für die Aufrechterhaltung der Muskelspannung und Bewegungsausführung zuständig ist. (Hier liegt der defekt bei M. Parkinson!)


Der Balken:

Verbindet beide Großhirnhälften.


Die Brücke:

Schaltstelle von Bahnen aus Großhirn, Kleinhirn, Rückenmark.


Die Medulla oblongata: (Verlängertes Mark)

Verbindet Hirnstamm mit Rückenmark. Enthält Bahnen für Willkürmotorik (Pyramidenbahn) und Unwillkürmotorik. Regulation von Atmung und Kreislauf.


Die Schilddrüse

wiegt zwischen 20-80g.
Sie flankiert mit re. und li. Lappen bds. dem Ring- und Schildknorpel des Kehlkopfes. Beide Lappen sind über den schmalen Isthmus an der Vorderseite des Ringknorpels miteinander verbunden.
Die Schilddrüsenhormone T3 (Trijodthyronin) und T4
(Thyroxin) bilden sich innerhalb der Follikel in der Schilddrüse und werden auch dort gespeichert.
Die Ausschüttung erfolgt durch die Kontroll von Hypothalamus und Hypophyse.
Hypotalamus bildet TRH (Thyreotropin Releasing Hormon) welches im Hypophysenvorderlappen zur Ausschüttung vonTSH (tyhroidea-stimmulierendem Hormon ) führt. TSH ist zuständig für die vermehrte Bildung und Freisetzung von T3 und T4 aus der Schilddrüse ins Blut,welche über diesen Weg ihre Zielzelle erreichen. Das meiste T4 ist im Blut an Eiweiß gebunden und unwirksam. Das eigentliche Schilddrüsenhormon, T3
(Trijodthyronin ), ensteht erst wenn sich 1 Jodatom vom T4 abspaltet. Nahezu im ganzen Organismus sind die Schilddrüsenhormone vorhanden und
zuständig für Wachstum, Einfluß auf Kohlehydrat- und Fettstoffwechsel, erhöht die Körpertemperatur, wirkt anregend auf ZNS


Calcitonin senkt den Ca-Spiegel im Blut indem es Ca in den Knochen einbaut, die Aufnahme aus dem Darm hemmt und für eine verstärkte Ca-Ausscheidung über den Urin sorgt. Calcitonin wir zwischen den Follikeln der Schilddrüsenlappen gebildet.
Calcitonin ist der Gegenspieler des Parathormons
Die Nebenschilddrüse besteht aus 4 linsengroße endokrinen Organe an der Rückseite der Schilddrüse außerhalb der Organkapsel, 2 obere und 2 untere.
Parathormon erhöht den Ca-Spiegel im Blut indem es Ca aus dem Knochen freisetzt und die Ausscheidung von Ca über die Niere hemmt.
Parathormon wir in den 4 Epithelkörperchen der Nebenschilddrüse produziert.


Niere/Nebenniere

Die Nebenniere (Glandula supranialis) reitet auf dem oberen Pol der Niere und liegt außerhalb der Organkapsel der Niere aber innerhalb des schützenden Fettlagers.
Gewicht ca 5- 10g,
Form einer schlafen Zipfelmütze.
Die Nebenniere besteht aus:
Nebennierenrinde
Nebennierenmark

Die Nebennierenrinde nimmt 4/5 des gesamten Organs ein und teilt sich auf in
3 Schichten:
Zona glomerulosa (flache äußere) erzeugt das Mineralocorticoid Aldosteron, welches die Resorption von Natrium beschleunigt
Zona fasciculata (Bündelschicht, mittlere und am dicksten) produziert die Steriodhormone Cortison u. Cortisol = Glucocorticoide Wirkung und Nebenwirkung
Zona reticularis (Netzschicht) produziert Körpereigene Anabolika, beschleunigen
Eiweißaufnahme und wirken als schwache männliche Sexualhormone.
Wirkung und Nebenwirkung von Cortison:
Die Ausschütung erfolgt unter Einfluß von CRH(Hypothalamus) u. ACTH(Hypophysenvorderlappen) früh am morgen, in Schüben.
Wirkung:
Erhöhung des BZ-Spiegels Anabole Wirkung auf die Leber
hemmende Wirkung auf das Immunsystem
Nebenwirkungen:
Schädigung der Magenschleimhaut (Gastritis, Ulcera) Stammfettsucht
(anabole Wirkung auf Fettgewebe)
Diabetes mellitus Osteoporose,
wegen kataboler Wirkung auf Skelettmuskul.
Im Nebennierenmark werden die Katecholamine (Streßhormone) Noradrenalin u. Adrenalin gebildet, welche durch Reize vom sympath. vegetativen Nervensystem
in die Blutbahn freigesetzt werden. Ihre Aufgabe ist es den Körper und seine Organe auf Höchstleitung zu bringen
Noradrenalin
wirkt auf die alpha-Rezeptoren in verschieden Gewebetypen und bewirkt dadurch
Verengung der Blutgefäße der Haut, Schleimhäute und des Magen-Darm-Trakts.
Damit ist mehr Blutvolumen zur Verfügung um die Skelettmuskulatur ausreichend
zu durchbluten ( Flucht o. Kampfreaktion)
Adrenalin
wirkt gleichmäßig auf alpha, beta1 u. beta2- Rezeptoren. Dies bewirkt eine Steigrung
der Herzmuskelkraft, des Schlagvolumens und der Pulsfrequenz. Erschlaffung der
Bronchialmuskulatur (max. Atmung bei körperlicher Belastung, da Atemwegswiderstand
geringer wird). Hemmt Tätigkeit der Magen-Darm-Muskulatur

Die Niere als hormonproduzierende Drüse:
Vitamin D als Vit. unverzichtbarer Nahrungsbestandteil. In der Niere erfolgt die Synthese zur aktiven Form. Fördert die Aufnahem von Ca aus dem Darm sowie Einbau in das Skelettsystem.
Erythropoetin, produziert von Zellen der Nierenrinde, fördert den Aufbau neuer Erythrocyten im Knochenmark


Pankreas

Die Bauchspeicheldrüse liegtretroperitoneal und
wiegt 80-90g, ist 15-20 cm lang und zieht quer über 2/3 des Oberbauches. Unterschieden wird in
Kopf, Körper und Schwanz.
Durch Pankreas
zieht der
Ductus pancreaticus (Pankreasgang), sammelt
Sekret aus allen Drüsenabschnitten, leitet es zum Duodenum und mündet dort mit b Gallengang
(
Ductuscholedochus) auf der a Vaterschen Papille ins Duodenum

Endokrine Pankreasfunktion (Hormone)
Im Schwanzteil dem sog. Inselorgan (Langerhans-Inseln) gibt es 3 Zelltypen:
A-Zellen (20%) produzieren das Hormon Glukagon welches BZ-Spiegel erhöht.
B-Zellen (70%) produzieren Insulin welches Blutzucker senkt. Jede einzelne B-Zelle kann die Glukosekonzentration im Blut bestimmen. Bei BZ-Erhöhung Abgabe von
vorgefertigtem Insulin
D-Zellen (<10%) produzieren Somatostatin, welches die Ausschüttung von Wachstumshormonaus der Hypophyse blockiert. Hat wachstumhemmende Wirkung, erhöht kurzfristig den BZ, hemmt Motorik des Magen-Darm-Trakts u. der Gallenblase.


Ovar/Hoden

Ab dem 12. - 16. Lebensjahr (Pubertät) kommt es beim Mädchen zu einer gesteigerten Ausschüttung von
FSH (follikelstimulierenden Hormones)
und
LH (luteinisierenden Hormone) aus der Hypophyse.
Kontrolliert wird die Ausschüttung durch
Gn-RH (Releasinghormone) vom Hypothalamus.
FSH und LH bewirken im Ovar die Freisetzung der weiblichen Geschlechtshormone Progesteron und Östrogen.

Die Wirkung der weiblichen Sexualhormone:

Östrogen(im Ovar gebildet)
Wiederaufbau der Gebärmutterschleimhaut nach Menstruation.
Progesteron (=Gelbkörperhormon, im Ovar gebildet)
Erhaltung der Gebärmutterschleimhaut
und Vorbereitung der Gmsh für die Aufnahme der befruchteten Eizelle.
FSH (gebildet im Hypophysenvorderlappen)
B
ewirkt Follikelreifung.
LH (gebildet im Hypophysenvorderlappen)
Bewirkt Eisprung (Follikelsprung) und Umwandlung
des Graafschen Follikels in Gelbkörper
Die Wirkung der männlichen Geschlechtshormone:
Ab beginn der Pubertät beginnt auch beim Mann der selbe Ablauf.
Gn-RH (Hypothalamus) stimuliert FSH und LH (Hypophysenvorderlappen).
FSH regt beim Mann die Spermienbildungan.
LH bewirkt die Aussschüttung von Testosteron, welches in den Leydigschen Zellen im Hoden gebildet wird.
Testosteron gehört zur Gruppe der Androgene und wirkt während der Pubertät auf Wachstum von Penis, Hoden, tiefe Stimme, Knochen- und Muskelwachstum sowie Bart.
Beim Erwachsenen stimuliert es Geschlechtstrieb (Libido), Spermienreifung und
hält Funktionszustand der Genitalorgane aufrecht.

Das Herz

A) truncus brachiocephalicus
B) Arteria carotis communis sinistra
C) Arteria subclavia
D ) Obere Hohlvene (Vena cava superior)
E) Aortenbogen (Arcus aortae)
F) Pulmonalarterie (A. pulmonalis)
G) Pulmonalvene (V. pulmonalis)
H) Pulmonalklappe
I) re. Vorhof (Atrium dextra)
J) li. Vorhof (Atrium sinistra)
K) Zweizipfelklappe (Mitralis)
L) Aortenklappe
M ) Dreizipfelklappe (Tricuspidalis)
N) Herzscheidewand (Septum)
O) re. Herzkammer (Ventriculus dexter)
P) li. Herzkammer (Ventriculus sinister)
Q ) untere Hohlvene (V. cava inferior)
R) Aorta abdominalis


Gewicht je nach Geschlecht ca. 300g, bei Sportlern 500g ( kritisches Herzgewicht )
Herz Oberseite = Herzbasis, liegt hinter dem Brustbein.
Herz Unterseite = Herzspitze weicht links von der Mittellinie ab.
Das Herz leigt im vorderen
Mediastinum (Mittelfellraum)
Der größte Teil des Herzens, ist bis zum Abgang der großen Gefäße, vom Herzbeutel eingeüllt.
Der Herzbeutel bildet eine allseits geschlossene, seröse Höhle mit normalerweise nicht mehr als 20 ml Flüssigkeit im Binnenraum.
Die Herzwand besteht aus drei Schichten:
1. Herzinnenhaut =
Endokard (bildet auch Herzklappen)
2. Muskelwand = Myokard (Herzmuskelschicht)
3. Herzaußenwand = Epicard (Epi- und Perikard bilden Herzbeutel, dieser soll Reibung verhindern)
Das Herz wird durch das
Septum ( Herzscheidewand) vollständig in eine linke und rechte Hälfte geteilt. Jede Hälfte besteht aus Vorhof = Atrium und einer Kammer = Ventrikel. Vorhof und Kammer werden durch je eine Segelklappe getrennt.
Links durch die zweizipfelige Segelklappe (Mitralklappe)
Rechts durch die dreizipfelige Segelklappe (Tricuspidalklappe)
Die Taschenklappen trennen die linke bzw. die rechte Herzkammer von den großen Arterien, Aortaklappe und Pulmonalklappe. Die linke und rechte Herzkammer haben, aufgrund der unterschiedlichen Druckverhältnisse, unterschiedliche Wandstärken. Links ca. 11mm, rechts nur ca. 4-5mm.

Arterien sind Gefäße die sauerstoffreiches Blut vom Herzen wegführen.
Venen sind Gefäße die sauerstoffarmes Blut zum Herzen hinführen.
Großer Kreislauf o.Körperkreislauf: ( li. Herzkammer- Arterien-Arteriolen-Kapillaren-Venolen-Venen-re. Vorhof)
Ausnahme:
Kleiner Kreislauf o.Lungenkreislauf: (re. Herzkammer-Lungenarterie-Lunge-Lungenvenen- li. Vorhof)
Hier führt die Lungenarterie venöses Blut (sauerstoffarm), die Lungenvenen arterielles
Blut (sauerstoffreich)

Herztätigkeit:
Die Pumpwirkung des Herzens ist zur Überwindung der Strömungswiderstände im Kreislauf notwendig.
Systole (Kontraktionsphase) = Blut wird aus dem Herzen gepumpt.
Diastole (Erschlaffungsphase) = Erweiterung der Hohlräume des Herzens zur Aufnahme von neuem Blut.
Die
4 Phasen der Herztätigkeit teilt sich in Systole:
1. Anspannungszeit
2. Austreibungszeit
und in Diastole:
1. Entspannungszeit
2.Füllungszeit
Rechte und linke Herzhälfte arbeiten immer gleichzeitig, d.h. daß Systole und Diastole im rechten und linken Herzen immer gleichzeitig beginnen und enden.

Die 4 Herzklappen haben dabei eine Ventilwirkung, d.h. Blutstrom nur in eine Richtung möglich.
Das Herz arbeitet mit einen
Schlagvolumen von ca. 70ml pro Herzkammer.
Schlagvolumen
(Blutmenge die bei jedem Herzschlag in Aorta und Pulmonalarterie gefördert wird).
Schlagvolumen (70ml) x Herzfrequenz (70 Puls) = Minutenvolumen (4900ml pro Herzkammer)
Versorgt wird das Herz mit Blut über die rechte und linke
Koronararterie (Herzkranzarterie), welche unmittelbar nach der Aortenklappe abgehen.
Die Kontraktion des Herzens wird nach dem Alles oder Nichts Prinzip vom
Reizleitungssystems des Herzens ausgelöst:
- Sinusknoten (Schrittmacher des Herzens)
- AV-Knoten
- Hisbündel
- re. und li. Kammerschenkel (Tawara-Sch.) mit
- Purkinje-Fasern
Das vegetative Nervensystem beeinflusst das Herz durch Sympathicus und Parasympathicus.
Sympathicus wirkt frequenzsteigernd (positiv chronotrop) u. kontraktionskraftsteigernd (positiv inotrop)
Parasympathicus (N.Vagus) wirkt negativ chronotrop und negativ inotrop.

Die Windkesselfunktion bewirkt kontinuierlichen Blutstrom trotz rhythmischer Herztätigkeit. Voraussetzung ist die Elastizität der Arterienwand.
Während Systole Dehnung der herznahen Arterien, ein Teil des Schlagvolumens wird gespeichert
Während Diastole wird gespeichertes Volumen in anschließende Gefäßabschnitte weitergegeben.


Die Lunge

Begriffe zum Atmungsapparat:

- Rachen = Pharynx
- Kehlkopf = Larynx
- Luftröhre = Trachea
- Lungenbläschen = Alveolen

Nasen- und Nebenhöhlen:

- Kieferhöhle =Sinus Maxillaris
- Stirnhöhle = Sinus frontalis
- Keilbeinhöhle = Sinus sphenoideus
- Siebbeinzellen = Sinus ethmoidei

Kehlkopf (Larynx)
Röhrenförmiges Knorpelgerüst.
Bestehend aus 5 Knorpeln die über Sehnen, Bänder oder Muskeln verbunden sind.
Aufgaben:
-Stimmbildung
- „Pförtnerfunktion“ für Luft- oder Speißeröhre.
- Kehldeckel ( Epiglotis)
- Zungenbein (besteht aus Knochen und ist gut tastbar)
- Schildknorpel (auch „Adamsapfel“)
- 2 Stellknorpel zur Stellung und Spannung der Stimmbänder (befinden sich hinterm Schildknorpel auf dem Bild nicht sichtbar.)
- Ringknorpel ( als Übergang zur Trachea)
- Trachealknorpel (in Hufeisenform, da hinten offen)


Luftröhre (Trachea)

- Ca. 10-12 cm. langes Rohr,
welches von 16-20
hufeisenförmigen Knorpeln umgeben ist.
- Die Trachea ist vor der Speiseröhre gelegen.

Bronchien

Anhang an TracheaAnatomische Abfolge von Oben nach Unten:
- Trachea
- Bifurkatio Trachea (Luftröhrengabel)
- 2 Haupt- oder Stammbronchen
- re.3; li.2 Lappenbronchen
- Segmentbronchen (re.10; li.9-10)

Weiter zerteilen sich Segmentbronchen in Endbronchiolen, diese in die Bronchioli Terminalis,
die dann in die Alveolen übergegen. (auf Zeichnung nicht dargestellt)

Brustfell (Pleura)

Besteht aus 2 Blättern,
dem Lungenfell: Pleura pulmonalis oder Pleura visceralis
dem Rippenfell: Pleura parietalis
Zwischen Lungen- und Rippenfell flüssigkeitsgefüllter Interpleuralspalt.
Pneumothorax:
Eindringen von Luft in den Interpleuralspalt, mit nachfolgendem Lungenkollaps

Das Blut


Blut: (lat. Sanguis; Häm)
Blutmenge des Erwachsenen ca. 5-6 l. (1/12 des Körpergewichts)
Zusammensetzung des Blutes aus:
1.) Blutplasma (Blutflüssigkeit) ca. 55%
2.) Blutzellen ca.45%

Blutplasma enthält:
a. Eiweiß, Albumine, Globuline, Fibrinogen
b. Wasser
c. Anorganische Salze: z.B. Na. Ca. K. Mg.
d. Transportstoffe: Nahrungsstoffe (Eiweiß, Kohlehydrate, Fette, Enzyme, Hormone)

Blutzellen (Korpuskuläre Bestandteile):
Erythrozyten (Rote Blutkörperchen, ca. 4-6 Mill./mm3)Leukozyten (Weiße Blutkörperchen, ca.4000-9000/mm3)
Trombozyten (Blutplättchen, ca.150 000-300 000/mm3)

Erythrozyten:
99% der Blutzellen sind Erythrozyten.
Markantes Aussehen durch die „bikonkave Form“, keinen Zellkern!
Hauptfunktion:
Transport v. Sauerstoff (O2) mit Hilfe des Hämoglobins (1/3 der Ery.masse)
Entstehung im sog. roten Knochenmark (=Wirbelkörper, Sternum, Rippen, Skapula u.a.)
Lebensdauer ca. 120 Tage
Abbau im KM, Leber und Milz (RES; Monozyten-Makrophagensystem).
Hämoglobin:
Hämoglobin besteht aus zusammengesetzter Eiweiskörper (a. Globulin b. Häm.)
Entsteht im KM,(Hämoglobinsynthese). Abbau des Hämoglob. zu Bilirubin.
Zusammenhang mit Erythrozyten:
Jedes Hämoglobinmolekül transportiert 4 Moleküle Sauerstoff. Bei körperl. Bealstung kann der O2 Transport um das 10-fache gesteigert werden.

Leukozyten:
Leukozyten sind Blutzellgruppen unterschiedlicher Form und Funktion mit Zellkern! (Das Bild oben zeigt eine Stammzelle.)
Enterteilung der Leukos in:

Granulozyten Lymphozyten Monozyten

Granulozyten:
ca. 60-70% der Gesamtleukozyten. Sie heißen Granulozyten wegen der Granula im Zytoplasma der Zelle
Sie unterscheiden sich wiederum in 3 unterschiedliche Arten.

Granulozyten:

neutrophile 55-70%................ eosinophile 2-4%................... basophile 0.1%

Neutrophile Granulozyten: = Infektabwehr z.B.Viren (Unspezifische Immunabwehr!)Eosinophile Granulozyten: = Vermehrung bei allergischer Reaktion
Basophile Granulozyten: = enthalten Heparin (über Funkt.wenig bekannt)
Unspezifische Infektabwehr:
Chemotaxis – Diapedese – Migration
(Bakterien werden von d. GZ aufgenommen, gefressen und verdaut)

Lymphozyten:
Bildung in Milz u. KM, bei Kindern auch im Thymus
Lebensdauer: Kurzlebige etwa 5 Tage; Langlebige 500-1500 Tage
25-40% der Gesamtleukozytenzahl, davon jedoch nur 1-2% im Blut, Rest im Gewebe.
70% sind in den lymphatischen Organen (Milz,Tonsillen etc.)
10% im KM; 20% im übrigen Gewebe
Der Lymphozyt ist mehr eine Gewebs- als eine Blutzelle!

1. B-Lymphozyten:
Imunkompetente Zellen; Antikörperprodution oder memory-cell
2. T-Lymphozyten: (Langlebigere Zellen)
a. Zelluläre Immunität; bilden Lymphokine, z.B. Makrophagen
b. Regulatorzellen: Helfer-T-Zellen, unterdrücken Immunfunkt. anderer Zellen
c. Transplantationsimmunität
d. Direkt zytotoxische T-Zelle

Monozyten:

Prozentualer Anteil 2-6%
Stammen aus KM, Wandern nach ca.11 Std. ins Gewebe, reifen und transformieren zu Makrophagen. (Zusammenarbeit mit Lymphozyten)

Trombozyten:
Blutplätchen (Kleine, granulierte, kernlose Gebilde)
Entstehung durch Abschnürung aus Zellplasma reifer KM-Riesenzellen
Lebensdauer ca.8-14 Tage; Zuständig für die Blutgerinnung und das Aktivieren des Gerinnungssystems (Gefäßverängung usw.)

Blutplasma:
Zentrifugiert man Blut so erhält man Plasma. Man muß es vorher jedoch ungerinnbar machen. Blutplasma besteht zu 90% aus Wasser.
Zentrifugiert man geronnenes Blut erhält man Blutserum = ist Blutplasma ohne Fibrinogen
Wichtigster Bestandteil des Plasmas = Plasmaeiweißkörper (=Plasmaproteine)
Aufteilung in:
Albumine; Globuline; Fibrinogen
Aufgaben:
- Aufrechterhaltung des kolloidosmotischen Drucks (Blutvolumen)
- Transportfunktion (Bindung mit zahlreichen Substanzen z.B.Hormone,Nahrungsstoffe
- Pufferwirkung
- Mitwirkung bei Blutgerinnung (Gerinnungsfaktoren
- Abwehrfunktion (bestimmte Globuline = Immunglobuline IgM, IgA, IgG, IgE)
Immunglobuline = Spezifische Abwehr im Gegensatz zum Granulozyten !

Blutstillung (Hämostase):
Beteiligt: Blutgefäße, Thrombozyten, Gerinnungsfaktoren

Blutgruppen:
Blutgruppenmerkmale: A; B; 0; sind Eigenschaften der Zellmembran der Erythrozyten (und anderer Zellen im Körper.)
Häufigkeit in Deutschland: A = 43% 0 = 38% B = 14% AB = 5%
Der Blutgruppe 0 fehlen Antigene A oder B, Anti-0 gibt es nicht.
A-Mensch - Agglutinine vom Typ Anti-B
B-Mensch - Agglutinine vom Typ Anti-A
0-Mensch - Agglutinine vom Typ Anti-A und Anti-B
AB-Mensch - Keine Anti-A oder Anti-B Agglutinine
Rhesusfaktor:
(=Antigen nur auf dem Erythrozyt)
-Rh-positiv
-Rh-negativ
6-Anteile des Rh-Systems – C, c, D, d, E, e,
Sind so eng gekoppelt, daß sie nur als Genkomplex vererbt werden
(z.B. Cde oder cdE)
Auf einem Chromosom sind jeweils 3 Gene gekoppelt. Also 2 Chromosomen Z.B.CDe/cde
D-Ort ist am wichtigsten (=stärkstes Antigen) jeder Mensch der D besitzt ist Rh-Positiv.
Nur Menschen die für Anitgene D,C,und E negativ sind, sind Rh-Negativ (z.B.cde/cde)

Bluttransfusionen:
- Haltbarkeit von Blutkonserven mit Stabilisator ca. 21 Tage
- Transfusionen von sog. Frischblut bis 6 Std. nach Entnahme haltbar
- Verabreichung von Blutbestandteilen die der Pat. benötigt (z.B.Ery-Konzentrat)
Vor jeder Bluttransfusion wird eine Kreuzprobe gemacht! (Verträgl. zw. Empfäng. u. Spende)

Blutuntersuchungen:
Hämatokrit:
Anteil der Blutzellen am Gesamtvolumen des Blutes.
Spiel bei Diagnosen von Anämie, Polyglobulie, Dehydrations- und Hyperhydrationszuständen eine Rolle.
Blutsenkung:
Erhöhung bei Änderung der Zusammensetzung der Bluteiweißkörper. Hochmolekulare Globuline führen zu einer Senkunsbeschleunigung.
Im ungerinnbar gemachten Blut, trennen sich die zellulären Blutbestandteile vom Plasma.
Normalwerte:
Männer 1 Std. 3-8 mm 2 Std. 5-18 mm
Frauen 1 Std. 6-11 mm 2 Std. 10-20 mm

Elektrophorese:
Wanderung der elektrisch negativ geladenen Eiweißkörper in einem elektr.Feld


Das Lymphsystem


Das Lymphsystem ist ein weitverzweigtes Gewebesystem.
Zu dem gehören:
Lymphknoten, weiße Pulpa der Milz, Tonsillen, lymphatisches Gewebe der Schleimhäute von Darm und Respirationstrakt, Thymus, teile des KM, Lymphozyten in Blut und Gewebe.
Die im Lymphgefäßnetz fließende Lymphe ist in ihrer Zusammensetzung mit dem Blut vergleichbar. Es werden täglich etwa 2-3 Liter Lymphe gebildet.
Das Lymphgefäßnetz durchzieht alle Regionen des Körpers und entspringt als Lymphkapillare im Extrazellulärraum.
Lymphkapillare – Lymphgefäße – Lymphknoten (vas afferens) der als Filter wirkt.
Lymphgefäßnetz ist das Abflußsystem aus dem Interstitium-dient der Zuführung von Antigenen!

Lymphknoten: (vas afferenz):Jeder Lymphknoten besteht aus einer bindegewebigen Kapsel.
In seinem inneren befinden sich Lymphfollikel die hauptsächlich aus B-Lymphozyten bestehen (im Bild die runden Kreise).
Aufgaben der Lymphknoten:
1. Mechanische Filterung der Lymphe
2. Phagozytose, Aufnahme und Abbau von Fremdstoffen
3. Bildung von Lymphozyten
4. Antikörperbildung
Bei einer Immunantwort schwellen die Lymphknoten an.
Die großen Lymphgefäße aus den Lymphknoten sammeln sich dann zu Lymphstämmen.
Der größte ist der Brustmilchgang (Ductus thoracicus).

Milz:
Die Milz gehört mit zum lymphatischen System. Sie ist ein lymphatisches Organ, das in den Blutkreislauf eingeschaltet ist.
Lage der Milz:
intraperitoneal links hinten im Oberbauch. Die Längsachse entspricht dem Verlauf der 10. Rippe links.
Blutdurchfluß täglich 300 Liter
Rote Milzpulpa
Schwammartig, weiches Gewebe. Strömungsverlangsamung des Blutes. Hier wird das Blut mit den Zellen des RES (Makrophagen) und dem lymphatischen System zusammengebracht.
Weiße Milzpulpa
Lymphatisches Gewebe, umgibt die kleinen Arterien und bildet die Milzknötchen.
Aufgaben der Milz:
1. Blutspeicher (kann sich 1 ½ bis 2mal vergrößern)
2. Zerstörung der überalteten Erythrozyten im Gitterwerk der roten Pulpa
3. Bildung von Lymphozyten in der weißen Pulpa (viele B-Lymphozyten Antikörperbild.)
4. Kontakt des Blutes zum RES
5. Auch Abbau von Thrombozyten
6. Blutbildung (Embrionalzeit)
RES:
Heute auch als Monozyten-Makrophagen-System bezeichnet. (Reinigung des Körpers)

Verdauung

Verdauungstrakt:
Mundhöhle, Rachenraum, Speiseröhre, Magen, Dünndarm, Dickdarm
Nebenanschluß:
Pankreas, Leber (+Gallenblase)
Mundhöhle:
Zähne
Dauergebiß = 32 Zähne; Milchgebiß = 20 Zähne
- Incisive 4x2 (= Schneidezähne)
- Canini 4x1 (= spitze Eckzähne)
- Prämolaren 4x2 (= flache Backenzähne)
- Molaren 4x3 (= Mahlzähne)
Zunge:
Optimale Versorgung mit motorischen und sensiblen Nervenfasern zwegs Beweglichkeit, Sprachbildung.
Aufbau:
Unterseite glatt, Oberseite durch Fadenpapillen rau.
Am Zungengrund: Blatt- u. Wallpapillen mit Geschmacksknospen.
Am Zungenrand: Pilzpapillen mit Geschmacksknospen.
Geschmackssinn:
Zungenspitze = „süß“
Zungenrand und Grund = „sauer“, „salzig“, „bitter“
Mundspeicheldrüsen:
Paarig: Aufgaben: Produktion von tägl.1-1,5 l. Speichel (Verdauungsenzym „Ptyalin“)
Neutralisiert den PH-Wert.
- Unterzungendrüsen ( Glandula sublingualis)
- Unterkieferdrüsen ( Glandula submandibularis)
- Ohrspeicheldrüsen ( Glandula parotis)

Magen-Darm-Kanal:
Aufbau:
Von Beginn der Speiseröhre bis zum Anus identische Wandstrucktur:
1. Mukosa innerste Schicht, besteht aus oberfl. Epithel, Bindegew., Muskulatur,
Schleimhaut stark gefältelt zur Oberflächenvergrößerung.
2. Submukosa Bindegewebe mit Gefäßen und Nerven
3. Muskularis glatte Muskulatur
4. Adventitia äußerste Schicht, ermögl. Beweglichkeit des MDK gegenüb. Umgebung

Speiseröhre und Kardia:
Osophagus = 20-30 cm lang, (von 6.HWK – 1.LWK), keine Verdauungsvorgänge, Verweildauer nur 2-20 sec., Übertritt in Bauchraum durch Zwerchfell-Lücke
Drei physiologische Engstellen:
1. am Kehlkopfausgang
2. an Luftröhrengabelung
3. am Zwerchfelldurchtritt (Kardia)

Peritoneum (Bauchfell):
Bildet einen Sack (Peritonealhöhle), umkleidet mit visceralem Blatt die sogenannten
intraperitonealen Organe: Magen, Dünndarm, Leber, Milz.
- Wird eine Organseite Bedeckt retroperitoneale Lage ( Duodenum, Pankreas, Uterus)
- Organe ohne Kontakt z. Peritoneum extraperitoneale Lage (Niere, Prostata...)

Magen: (Gaster, Ventrikulus)
Intraperitoneal, an 2 Mesogastrien Aufgehängt

Aufbau:
1. Kardia Mageneingang, Schleimproduktion
2. Fundus Luftgefüllt, Speicherfunktion
3. Korpus Produktion von Säure u. Verdauungsenzymen
4. Antrum Produktion von Steuerhormonen für Verdauung; Peristaltik
5. Pylorus Magenpförtner = Magenausgang
Re. große Kurvatur
Li. kleine Kurvatur
Magensekretion:
- Hauptzellen sondern Pepsinogene ab
- Belegzellen sondern Salzsäure u. Intrinsic-Faktor ab
- Nebenzellen sondern zähen alkalischen Schleim ab.

Dünndarm:
Länge gesamt über 2m; Aufgliederung in Duodenum, Jejunum, Ileum
Duodenum:
25-30 cm, Form eines „C“; Beginn am Pylorus, Ausführungsgänge v. Pankreas u. Leber münden an Vater´scher Papille.
Jejunum u. Ileum: („Leerdarm“ und „Krummdarm“)
Intraperitoneale Lage
Vergrößerung der Schleimhautoberfläche:
- Bildung von Plicae (Falten) Vergrößerung um das 3-fache
- Zotten (Schleimhautausstülpungen)
- Krypten (Dünndarmdrüsen) Zotten u. Krypten, vergrößern um das 10-fache
- Mikrovillibesatz (Bürstensaum) Vergrößerung um das 10-30 Fache
Gesammtoberfläche des Dünndarms über 100 m2!

Dickdarm (Intestinum crassum)
Umgibt Dünndarm in Form eines kleinen „ n“
Übergang an Ileozäkalklappe im re. Unterbauch. (=Blinddarm+Appendix)
Kolon (Colon)
1m Lang, beginnt an Ileozäkalklappe.
Drei Teile:
- Colon aszendens aufsteigender Teil + re. Kolonflexur
- Colon transversum Querkolon + li. Kolonflexur
- Colon deszendens absteigender Teil
Sigma Rektum.
Kennzeichnung durch:
Haustren = Ausbuchtungen
Tänien = 3 Muskelstränge
Rektum:
15-30 cm. Lang; Oberster Teil Ampulle Sigma Anus.
Aufgaben des Dickdarms:
Flüssigkeitsentzug, Lagerung, Abtransport und Weitertransport durch Peristaltik.

Nebenanschlußorgane:

Bauchspeicheldrüse (Pankreas):
Funktion:
Produktion großer Enzymmengen zur Verdauung.Ist rein seröse Drüse, Lage: retroperitoneal, Länge 15-20cm
Unterscheidung in Kopf, Körper, Schwanz.
Durch Pankreas zieht Pankreasgang (Ductus pancreaticus), sammelt Sekret auf allen Teilen Mündung zusammen mit Gallengang (Ductus choledochus) auf Vater´scher Papille.
Schutz vor Selbstverdauung durch Aktivierung erst im Duodenum
Endokrine Pankreasfunktion:
Im Schwanzteil sog. Inselorgan aus 3.Zelltypen. (1-2 Mio. Inseln)
Zelltypen:
- A-Zellen (20%) produziert Glukagon, (erhöht den BZ-Spiegel)
- B-Zellen (70%) produzieren Insulin, (senkt den BZ-Spiegel)
- D-Zellen (10%) produzieren Somatostatin (erhöht kurzfristig BZ-Spiegel)

Exokrine Pankreasfunktion:
Bildung von fett- und eiweißspaltenden Enzymen die im Duodenum aktiviert werden.
- Alpha-Amylase (Kohlenhydratabbau)
- Trypsin, Chymotrypsin, Elastase (Eiweißabbau)
- Lipase, Phospholipase (Fettabbau)



Leber:(Hepar)
Größtes Organ des Körpers, Gewicht
1,5-2 Kg.
Lage: intraperitoneal.
Funktion: Verlangsamung des Blutstromes, Aufnahme und Abbau von Nähr- und Abfallstoffen, Bildung von Gallenflüssigkeit.
Anatomie:
4 ungleich große Lappen.
1. großer re. Leberlappen (Lobus dexter)
2. kleinerer li. Leberlappen (Lobus sinister)
An Unterseite die 2 weitere Lappen
3. vorderer quadratischer Lappen (Lobus quadratus)
4. hinterer geschwänzter Lappen

Gefäßversorgung der Leber
1. Leberarterie (Arteria hepatica propria)
2. Pfortader (Vena portae)
Bilirubin = Hb-Abbauprodukt:
Wichtigster gallepflichtiger Abfallstoff. Wird in Leber abgebaut „Unkonjugiertes“ „indirektes“ Bilirubin wird über Blase Ausgeschieden.
"Direktes“ o. „Konjugiertes“ Bili. wird Sterkobilin = Stuhlfarbstoff.

Gallenblase:
Ca. 10 cm lang, sackförmiger Hohlkörper, ist mit Leber verwachsen, Gallenblasengang (Ductus cysticus) verbindet Gallenblase mit „Ductus hepaticus“.
Funktion:
Speicherung von Gallenflüssigkeit., Abgabe von Galle bei Verdauung.

Leberstoffwechsel:
1. Glykogenstoffwechsel Speicherung v. Glukose (Energievorrat) 6-10 Std.
2. Fettsäurestoffwechsel Lanzeitenergiespeicher (=Fettaufbau)
3. Eiweißstoffwechsel Produkt. v. nichtessentiellen Aminosäuren
4. Harnstoffproduktion Ammoniak wird in harmlose Form umgewandelt
5. Synthese von Plasmaeiweißen Produkt. v. Albumin u. Gerinnungsfaktoren

Genitalsystem

Aufgaben der Geschlechtsorgane:
Produktion von Keimzellen (Ei- und Samenzellen)
Produktion von Hormonen
Produktion von Sekret (optimales Milieu für Keimzellen)
Männliche Geschlechtsorgane:!
Innere Organe
- Hoden
- Nebenhoden
- Samenleiter
- Geschlechtsdrüsen
- Samenbläschen
- Prostata
Äußere Organe
- Penis mit Eichel und Vorhaut
- Hodensack (Skrotum)
- Schwellkörper 2x
Spermatogenese:
- Urkeimzelle (2n = Diploider Chromosomensatz) wandert in den Hoden
- Spermatogonie (2n)
- Mitose
- Spermatozyte 1 (2n)
- Meiose (Reduktionsteilung d. Chromosomen v. 46 in 23)
- Spermatozyte 2. (1n = Haploider Chromosomensatz)
- Mitose
- Spermatide (1n)
Reifungsfase (80-90 Tage)
- Spermium
Begriffe:
Mitose = „normale“ Zellteilung eines diploiden Chromosomensatzes (46 - 46)
Meiose = Zellteilung von 46 auf 23 Chromosomen ~ Keinzellteilung

Weibliche Geschlechtsorgane:
Innere Organe
- Eierstöcke (Ovar) Bildung d. Urkeimzellen Eizellen Bildung v. Sexualhormonen
- Eileiter (Tube) Transportiert Eizelle in Gebärmutter
- Gebärmutter (Uterus)
- Muttermund, Cervix uteri, Höhle (Aufnahme der befruchteten Eizelle)
- Scheide (Vagina)
Äußere Organe
- große und kleine Schamlippen
- Scheidenöffnung
- Vulva
- Klitoris
Weibliche Sexualhormone:
- Östrogen Bildung: Ovar -Wiederaufbau der Gebärmutterschleimhaut
- Progesteron Bildung: Ovar -Erhaltung der Gebärmutterschleimhaut
- FSH Bildung: Hypophyse -Bewirkt Follikelreifung
- LH Bildung: Hypophyse -Bewirkt den Follikelsprung (Eisprung)
Oogenese:
- Urkeimzelle (2n) wandert in den Eierstock
- Oogonie (2n) Beginn 1. Reifeteilung (Meiose)
- Primärfolikel (noch 2n) Einwirkung von FSH
- Sekundärfolikel Reifung (1n)
- Tertiärfolikel Reifung
- Grafscher Folikel (Platzt durch LH)
2. Reifeteilung
- Eizelle (1n)
Befruchtung:
Eizelle (1n) + Samenzelle (1n)
= Zygote (2n)
- Zygote (2n) 1.Furchungsteilung
- 2.Zell-Stadium 2.Furchungsteilung
- 4.Zell-Stadium
- Morula Wandert in Gebärmutter (Uterus)
- Blastozyste besteht aus Embrioblast + Blastozystenhöhle
- Einnistung + Reifung
Menstruation:
- Dauer 28 Tage (+/- 5 Tage)
Phasen der Menstruation:
- Menstruation (1.-4. Tag) Abstoßung der Gebärmutterschleimhaut
- Proliferation (5.-14. Tag) Wiederaufbau der Schleimhaut
- Eisprung (14. Tag) Follikelsprung (Eizelle ist Befruchtungsfähig)
- Sekretionsphase (15.-28.Tag) Gelbkörper bildet sich zurück, Schleimhautumbau)
Entwicklung der Embrioblasten:
Embrioblast differenziert sich in drei Keimblätter.
1. Äußeres Keimblatt (Ektoderm) Haut, Hautanhangsorgane, NS, Sinnesorgane
2. Mittleres Keimblatt (Mesoderm) Skelett, Herz, Niere, Milz, Muskeln, Geschl.
3. Inneres Keimblatt (Entoderm) Vedauungsorg., Leber, Blutgefäße, Atmung
Entwicklung:
Pränatale: Postnatale:
- Befruchtung + Einnistung (1-10. Tag) - Wachstum
- Embrionalentwicklung (2.-10. Woche) - Zähne
- Fetalentwicklung (ab 13.SSW) Pubertät
Schwangerschaftsberechnung:
Dauer: 266 Tage p.c. (post conceptionen) ab Zeitpunkt der Befruchtung
Dauer: 280 Tage p.m. (post menstruation) ab 1.Tag letzter Regel
Naegel´sche Regel:
(zur Errechnung des Geburtstermines)
Rechnung ab dem 1. Tag der letzten Menstruation!
- 3 Monate + 7 Tage + 1 Jahr